Fritz.NAS unter Debian/Ubuntu einbinden

Seitdem ich eine Fritz.Box habe und nutze wollte ich mich dazu aufraffen, endlich die NAS-Funktion zu nutzen. Bis ich heute kurzentschlossen meinen 32GB USB-Stick an den USB-Port steckte und die Freigabe via /etc/fstab einbinden wollte – Fehlanzeige.

AVM bietet, leider, nur Anleitungen für Windows und Mac OS X an, was natürlich als Linux-User eher semigut ist. Letztlich kam ich aber trotzdem ans Ziel – und zwar so.

Davon ausgehend, dass ihr euer Fritz.NAS schon korrekt eingerichtet habt, fügt ihr folgende Zeile in eure /etc/fstab ein:

Bitte denkt daran, dass die letzte Zeile in der fstab eine Leerzeile sein muss. Nun legen wir das oben referenzierte Verzeichnis an – ein schmackhaftes

erledigt die Sache kurz und schmerzlos.

Um cifs nutzen zu können, benötigen wir bei einigen Distributionen noch das Paket „cifs-utils“. Das Paket lässt sich ganz einfach installieren:

Nun legen wir noch die benötigte Datei an, in der die Logindaten stehen. Hierzu erstellt ihr das File /etc/samba/auth mit root-rechten (sudo) und fügt folgendes ein:

Zu guter letzt führen wir ein

aus und schon sollte die Fritz.Box gemounted sein. Falls dies nicht der Fall sein sollte, könnt ihr gerne in den Kommentaren nach Hilfe rufen – ich werde versuchen, euch bestmöglich zu unterstützen!

38 Gedanken zu “Fritz.NAS unter Debian/Ubuntu einbinden

  1. Ich versuchs jetzt schon ein wenig öfter das blöde Laufwerk zu mounten, aber nie klappt es – wundert mich eigentlich da auf der fb doch auch ein linux kernel läuft und das ganze theoretisch 1:1 gemounted werden können müsste ;/

  2. Danke das mit dem Einhängen der Fritz.nas-platte hat super geklappt.
    Wenn ich jetzt noch rausbekommen würde wie man eine Sicherung auf die Fritz.nasplatte hinbekommt dann wäre das doppelt Super.

    GRUẞ
    HARALD

  3. salut dominic. ich habe deine anleitung genau befolgt… ich nutze eine fritz box 7360
    leider erscheint immer die fehlermeldung „Unable to find suitable address“ wenn ich versuche zu mounten…

  4. habe mittlerweile den avm support kontaktiert. es liegt daran, dass bei der CH-version der fritzbox nur ftp, nicht aber samba möglich ist…

  5. Hi,
    danke für die Tipps.
    Ich mag’s Terminal nicht so. Zum eben mal einhängen habe ich im Dateimanager unter dem Punkt: „Mit Server verbinden“ (unter Netzwerke in der linken Spalte) ausgewählt und dann einfach
    smb://fritz.nas
    eingetragen.
    Danach muss ich mit authentifizieren, okay, nervig. Und danach kann ich auf die NAS Zugreifen ;-)
    Viele Grüße

    • Hi,
      versuche doch mal in einem Terminalfenster mit
      sudo gedit /etc/samba/auth
      die Datei mit den Logindaten aus der Anleitung zu erstellen. Sollte das eingeben der Logindaten automatisieren.
      Viele Grüße

  6. Hallo Dominic,
    vielen Dank für den Hinweis.
    Leider erhalte ich unter LUBUNTU bei „sudo mount -a“:
    mount: Falscher Dateisystemtyp, ungültige Optionen, der
    Superblock von //192.168.178.1/FRITZ.NAS ist beschädigt, fehlende
    Kodierungsseite oder ein anderer Fehler
    (für diverse Dateisysteme (z.B. nfs, cifs) könnte
    ein Hilfsprogramm wie /sbin/mount. nötig sein)
    Manchmal liefert das Systemprotokoll wertvolle Informationen,
    versuchen Sie »dmesg | tail« oder so
    Muss ich in der fstab auf „nfs“ wechseln?
    Besten Dank für die Hilfe vorab.
    Thomas

  7. Hallo, Dominic,

    ich hatte schon einige Male Erfolg mit Deinen Anleitungen aber die hier ist für weniger erfahrene Benutzer leider völlig unbrauchbar:

    1. „Davon ausgehend, dass ihr euer Fritz.NAS schon korrekt eingerichtet habt, …“
    Was heißt „korrekt eingerichtet“?

    2. Verweise auf „/etc/samba“
    Es soll tatsächlich Rechner geben, auf denen dieses Verzeichnis nicht vorhanden ist – vielleicht, weil Samba nicht oder nicht korrekt bzw. vollständig installiert ist. Dass jetzt die Benutzer vor die Wand laufen, liegt auf der Hand.

    Das hier festzustellende Phänomen kann man oft bei Menschen beobachten, die sich sehr gut mit der Materie auskennen (dazu zähle ich Dich) und die einen umfassend installierten / konfigurierten Rechner besitzen (dito), die darüber aber vergessen auf essentielle Details einzugehen – weil sie unbewusst unterstellen, dass andere schon wissen, was sie meinen. Viele der Kommentare hier zeigen, dass einfach nur Voraussetzungen fehlen, die Du als selbstverständlich erachtest.

    Viele Grüße,
    Matthias

    • Hallo Matthias,

      danke für deinen Kommentar, es freut mich, dass einige meiner Anleitungen hilfreich für dich waren.

      Zu deinem Kritikpunkt: das kann ich nachvollziehen, allerdings gehe ich tatsächlich von einer gewissen Grundaffinität meiner Leser in diesem Bereich aus. Die Einrichtung der FRITZ!Box wird bei AVM sehr genau beschrieben und ist von Modell zu Modell leicht anders – daher habe ich diesen Schritt bewusst weggelassen, ich bin nicht der AVM-Support und könnte eine solche Anleitung niemals aktuell halten.

      Einerseits ist Samba bei den meisten Distributionen vorinstalliert, andererseits gilt hier eigentlich das Gleiche wie oben: ich kann nicht alle Paketmanager und Distributionen abdecken. Wer eine Linux-Distribution nutzt, sollte wissen, wie er Pakete installiert.

      Kurz: ich möchte zwar Hilfestellung geben, aber – wie man in der Pfalz sagt – auch niemandem die Hand aus der Sonne legen. Eine gewisse Eigeninitiative ist dann schon erwünscht.

      Grüße,
      Dominic

  8. Hallo Dominic,

    vielen Dank für die Anleitung. Hat bei mir gut funktioniert.

    Kleiner Hinweis an alle, die folgende Nachricht bekommen:
    „mount: Falscher Dateisystemtyp, ungültige Optionen, der
    Superblock von //192.168.178.1/FRITZ.NAS ist beschädigt, fehlende
    Kodierungsseite oder ein anderer Fehler
    (für diverse Dateisysteme (z.B. nfs, cifs) könnte
    ein Hilfsprogramm wie /sbin/mount. nötig sein)“

    Für cifs wird ein weiteres Programm benötigt. Für alle Ubuntu User (getestet mit 16.04)
    sudo apt-get install cifs-utils

    Danach sollte zumindest der Punkt Funktionieren :)

    Viele Grüße

  9. Kann das sein, das da jemand Deinen Text eins-zu-eins übernommen hat ?
    Link vom Admin entfernt

    Fände ich äußerst dumm-dreist……….

    • Wie versprochen hier der Nachtrag: der Blogbetreiber der „Gegenseite“ war sehr kooperativ und verständnisvoll und hat den Artikel im Anschluss auf meine Mail vom Netz genommen.

      Grund war, laut dem Blogbetreiber, dass er die Artikel von Agenturen bzw. Freelancern einkauft und nicht gegen liest, weil er davon ausgeht, dass die Artikel originaler Content sind – offenbar nicht.

      Eine Abmahnung oder Ähnliches habe ich übrigens nicht verschickt – man kann ja auch einfach mal miteinander sprechen ohne gleich die Jurakeule auszupacken.

      Erneut: danke für den Hinweis, hat mich sehr gefreut!

      P.S.: ich habe den Link aus deinem Kommentar entfernt.

      • Moin Dominic,

        nochmals herzlichen Dank für Deinen Hinweis auf die Urheberrechtsverletzung und die unbürokratische Abwicklung! Nichts liegt mir ferner, als anderer Leute Arbeit als die Meine zu proklamieren. Der „Urheber“ des abgekupferten Artikels ist ein ehemaliger Co-Admin meiner Site. Üblicherweise lese ich schon gegen, in diesem Fall ging es leider unter.
        Da ich heute ein älteres Backup zur Wiederherstellung meiner Site einspielen musste, war Dein Artikel kurzfristig wieder online – bis mir einfiel, dass da ja mal was war… Ich habe ihn wieder entfernt. Bitte check das mal gegen und gib mir Nachricht, falls er dennoch auftauchen sollte.

        • Hallo Michael,

          kein Problem, Abmahnungen sind schei… mist. ;)

          Der Artikel ist, Stand heute, nicht bei dir zu finden. Ich melde mich, sollte es dennoch wieder vorkommen.

          Grüße,
          Dominic

  10. Hallo Dominic, ich bekomme das mit der Verbindung nicht hin.
    Wird in dem Eintrag in die fstab außer der IP noch was ersetzt?
    Hab folgende Fehlermeldung:
    sudo mount -a
    mount error(115): Operation now in progress
    Refer to the mount.cifs(8) manual page (e.g. man mount.cifs)

  11. Hallo Dominic, danke für die superschnelle Antwort,
    aber ich war schneller.
    Ich hatte bei dem Eintrag in die fstab einen kleinen Schreibfehler, so klein
    daß er mir nicht aufgefallen ist.
    Ich hatte den Eintrag so verändert daß ich auf Fritz-Nas auch gleich in den richtigen Ordner komme, dabei hat sich der Fehler eingeschlichen.
    Danke nochmal für die schnelle Antwort und die Anleitung.
    Gruß Marcel

  12. Hallo Dominic, nachdem ich meinen eigenen Fehler beseitigt hatte hat das Ganze
    super funktioniert.
    Leider ist da aber noch ein Fehler aufgetaucht, hab jetzt zwei Tage gegoogelt aber keine Lösung gefunden, deshalb muß ich dich nochmal bemühen.
    Also das Problem ist wenn ich mit der geänderten fstab, im Terminal sudo mount -a ausführe
    ist mein Ordner sofort da, mit den richtigen Schreibrechten und allem was dazu gehört.
    Wenn ich den Rechner neu starte ist er wieder weg, obwohl der Eintrag in der fstab wohl korrekt ist sonst würde es mit dem Terminal Befehl ja auch nicht funktionieren.

    • Hallo Marcel,

      das liegt vermutlich daran, dass das Netzwerk zum Zeitpunkt des Mount noch nicht bereit ist. Umgehen kannst du das, indem du an die Zeile in der fstab noch „_netdev“ in die Mount-Optionen einfügst.

      Ohne Logeinträge ist das aber auch Rätselraten – es könnte auch was ganz anderes sein, das obige wäre aber mein erster Tipp. :)

      • Hallo Dominic,
        hab das Problem gefunden. Aber dein Tip dass das Netzwerk zum Zeitpunkt des Mount noch nicht bereit ist, war gold richtig.
        Hab Linux auf einem Laptop und bin über wlan verbunden, anstatt über Kabel.
        In den Verbindungseinstellungen hatte ich „wlan allen Benutzern zur Verfügung stellen“ nicht aktiviert weil ich der einzigste Benutzer bin. Folge war natürlich daß die wlan Verbindung erst nach dem login aufgebaut wurde und das war zu spät. Hab jetzt für alle Benutzer aktiviert, jetzt wird die Verbindung schon beim booten aufgebaut und jetzt funktioniert deine Anleitung auch bei mir tadellos.
        Danke für die Anleitung und Danke für die Tips und deine Zeit.

  13. Hallo,

    Danke für den Tipp. Nach einigem Hin und Her hat es geklappt.

    Ich nutze derzeit Antix (ein Debian-Derivat für alte Rechner) und mich nervte bereits beim vorher installierten System LinuxMint, dass man sich nach jedem Neustart am NAS wieder neu identifizieren musste. Auch der Keyring half hier nicht.

    Anmerkung: Ich hatte zunächst vergeblich die /etc/samba/auth gesucht. Die muss man ggf. einfach erstellen und das ist auch minimal invasiv, denn der Aufruf aus fstab heraus ist ja dann auch der einzige Aufruf, der Auth nutzen wird. Somit kommt man keinen anderen Prozessen in die Quere.

    Ich hatte zunächst andere Vorschläge versucht, bei der in der fstab direkt die credentials eingegeben wurden. Dieser Weg schien hier letztlich nicht zum Ziel zu führen, dafür aber der hier beschriebene Weg. Danke dafür!

    Viele Grüße aus dem Kraichgau in die Pfalz!

    Dirk

  14. Vielen Dank, sogar als blutiger Linux Anfänger konnte ich mit dieser Anleitung das Laufwerk einbinden! Hat mich zwar ein bisschen rum probieren gekostet aber am Schluss läuft es :-)

    Danke :-)

  15. wollte Dir mitteilen diese Anleitung funktioniert auch mit anderen NAS Server (in meinem Fall ein Medion NAS)

    NAS über die Fritz ist Mist, hatte immer wieder Probleme das der USB-Port meine externe Festplatte verloren hatte oder gar nimmer erkannt hatte

  16. Hallo Dominic,

    leider funktioniert die Anleitung bei mir nicht. Habe preisgünstig eine Fritz!Box 4020 (Baujahr 2015) erstanden (unter 50 €… yay!). Unglücklicherweise läuft auf meinem Wohnzimmer-Multimedia-Rechner noch Ubuntu 16.04 (LTS) – auf meinem normalen Rechner habe ich schon seit langem Antergos (Arch Linux) laufen – da brauche ich die Anleitung gar nicht, denn da funktioniert alles quasi out-of-the-box. Schade eigentlich, bei Ubuntu war das auch mal so, aber mit jedem Update scheint es eher schlechter zu werden. Sorry, ich schweife ab… ;)

    Das eigentliche Problem ist, dass bei neueren Modellen der Fritz!Box bzw. der Fritz-Firmware anscheinend die subdomain /fritz.nas nicht mehr existiert, somit auch nicht eingebunden werden kann. Habe nochmal in der Router Software nachgesehen – die IP-Adresse des Routers ist korrekt angegeben, jedoch existiert 192.168.178.1/fritz.nas nicht. Sollte ja auch im Browser erreichbar sein, wenn ich jedoch h**ps://192.168.178.1/fritz.nas im Browser öffnen will, erscheint folgende Meldung der Box „Die angegebene URL wurde nicht gefunden. Sie werden auf die Startseite der FRITZ!Box weitergeleitet […]“. Habe es mit einem Neustart probiert aber auch dann ist eine Verbindung nicht möglich (also nicht im Browser sondern nach der Anleitung… im Browser jedoch auch nicht).

    Nebenbei: Der NAS-Server ist einwandfrei eingerichtet – vom Arch Linux an meinem Hauptrechner kann ich problemlos drauf zugreifen, ebenso von der PS4.
    Ist eigentlich nur als Info gedacht, dass die Anleitung wahrscheinlich so bei vielen nicht (mehr?) funktioniert – auf alle Fälle jedenfalls nicht bei FRITZ!OS 6.50.

    Da ich jedoch den NAS heute noch brauche ist es nicht nötig da noch fachliche Abhilfe zu schaffen. War nur zu lange zu faul endlich das Ubuntu runterzuschmeißen und durch was ordentliches zu ersetzen… ;D Das werde ich nun tun. Jedenfalls trotzdem vielen Dank für die Anleitung, hat ja etlichen geholfen. :)

    VG Thoralf

  17. Hallo Dominic. Ich habe auch genau so wie du es beschrieben hast gemacht aber ich bekomme Fehler raus :(

    mount error(13): Permission denied
    Refer to the mount.cifs(8) manual page (e.g. man mount.cifs)

    was könnte ich falsch machen?

  18. Erst einmal vielen Dank für die Anleitung…
    Erst Frust dann…
    Mir half dieser Tipp geholfen :-)
    >>Der entscheidende Tipp war: NICHT „fritz.nas“, sondern den in der Fritzbox vergebenen Namen für selbige einsetzen – dann klappts.<<

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