WordPress und memcached

Falls man WordPress auf den eigenen Servern nutzt, ist es immer eine gute Idee, soviel wie möglich zu cachen. Ein Cache erlaubt es, bei genügend Arbeitsspeicher, den Flaschenhals Festplatte zu umgehen.

Installation der benötigten Software

apt-get install libcache-memcached-perl memcached php5-memcache

Nun sind alle benötigten Pakete auf unserer Maschine installiert.

Memcached-Konfiguration

Die Memcached-Konfigurationsdatei liegt, bei Debian, unter /etc/memcached.conf. Prinzpiell ist hier nicht viel zu tun, ich habe den Speicher von 64 auf 128 MB erhöht. Das sollte man aber abhängig von seinem verfügbaren Arbeitsspeicher machen.

Nun kann der Memcache-Daemon mit

/etc/init.d/memcached start

gestartet werden.

WordPress-Konfiguration

Damit nun WordPress darüber Bescheid weiß, dass es Memcached gibt und es ihn nutzen soll, muss hier noch ein wenig angepasst werden.

Das Memcached Object Cache-Plugin wird nicht wie ein normales Plugin installiert – vielmehr lädt man die Datei herunter, extrahiert die darinliegende object-cache.php und lädt eben jene in den wp-content/-Ordner der WordPress-Installation.

In der wp-config.php sollte nun, am Ende der Datei

global $memcached_servers;
$memcached_servers = array(‚default‘ => array(‚127.0.0.1:11211‘));

eingefügt werden. Nach dem Speichern nutzt diese WordPress-Instanz den Memcached-Daemon.

Test

Memcached ist eins der wenigen Programme, die „einfach laufen“. Memcached gibt kein Feedback darüber, ob alles okay ist oder nicht – es läuft.

Trotzdem kann man es mit memcache-top überwachen und prüfen, ob die Änderung greift.

wget https://code.google.com/archive/p/memcache-top/
chmod +x memcache-top-v0.6
./memcache-top-v0.6

Nun kann man sehen, ob die Änderung greift, der Memcached läuft und WordPress es nutzt.

Viel Spaß!

Ich übernehme keine Haftung für etwaig entstandene Schäden. Bitte erst denken, dann Befehle abtippen.

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