OnePlus One – Chucky, der Flagship-Killer?

03Heute erhielt ich, nach einer gefühlten Ewigkeit, endlich mein OnePlus One.

Um an das begehrte Smartphone zu kommen, bedarf es einer Einladung, an die man nur mit Glück herankommt. „Ist es das überhaupt wert?“, fragen zurecht viele Leute – diese Frage möchte ich heute klären.

Vorweg: auch nach dem Bestellvorgang benötigt man Geduld…

Einleitung

Ich war früher begeisterter iPhone-User, doch die strikte Politik von Apple hat mich nach und nach von iOS ins Roboter-Lager getrieben. Bereut habe ich diese Entscheidung nicht, vor allem, weil die Android-Telefone in Sachen Verarbeitungsqualität und Design stark aufgeholt haben. Bisher nutzte ich ein HTC One M7 und war mehr als zufrieden, doch für rund 300€ kann man auch mal über den Tellerrand spitzen und sich ins Unbekannte stürzen!

Ankunft des One

Das One kommt in einer, mit viel Liebe zum Detail gestalteten, Verpackung. In einem braunen, unscheinbaren Umkarton findet man den schneeweißen Karton, in dem das Telefon ruht. Im Lieferumfang enthalten ist, natürlich, das 5,5 Zoll große Smartphone, ein SIM-Auswurftool und ein Ladekabel. In einem seperaten Karton findet man das Ladegerät.

Genug über die Kartons – die sind immerhin unwichtig – und auf zur Technik!

Design & Verarbeitung

Zum Design gibt es nicht allzu viel zu sagen, die heutigen Smartphones bestehen aus einem Display… aber die Rückseite des One – wow! Es fühlt sich an wie… ja, wie eigentlich? Die offizielle Benamung lautet „Sandstone Black“; es fühlt sich tatsächlich wie eine Mischung aus Sandstein und Filz an. Es schmeichelt sehr in der Hand, ich bin beeindruckt. Bisher hatte ich kein Smartphone in der Hand, das sich ähnlich gut anfühlt. Auf der Rückseite prangen außerdem, neben der Kamera und dem Doppel-LED-Blitz, der Cyanogenmod-Schriftzug und das dezente OnePlus-Logo.

Die Verarbeitung ist überraschend gut für ein Handy, dass nur 299€ kostet – und das sollte nicht abwertend aufgefasst werden! Bei meinem Gerät wackelt nichts, alles sitzt bombenfest und die Spaltmaße sind quasi nicht vorhanden. Ein gelbes Leuchten im Display kann ich nicht bestätigen – zumindest bei meinem One taucht dieser Fehler nicht auf. Das Handy von OnePlus steht meinem HTC M7 in nichts nach, zumindest bisher! Mit dem Plastikrücken des Galaxy S5, das wesentlich mehr kostet, muss das One nicht mal in einen Ring steigen, um zu gewinnen.

Technische Daten

  • Maße: 152,9 x 75,9 x 8,9 mm
  • Gewicht: 162g
  • Betriebssystem: CyanogenMod 11S (Android 4.4)
  • Prozessor: Snapdragon 801 (2,5 GHz Quad-Core)
  • Grafik: Adreno 330, 578 MHz
  • 3GB DDR3-RAM
  • Sensoren: Accelerometer, Gyroskop, Annäherungs- und Umgebungslichtsensor, GPS, Digitalkompass
  • Akku: 3100 mAh LiPo
  • Display: 5,5″ IPS mit 1920×1080 (401 ppi)
  • Hauptkamera: Sony Exmor IMX214 (13 Megapixel)
  • Frontkamera: 5 Megapixel
  • Stereolautsprecher
  • 3 Mikrofone mit Unterdrückung von Umgebungsgeräuschen
  • Dualband WiFi b/g/n/ac
  • Bluetooth 4.0
  • NFC
  • Frequenzbänder:
    • GSM: 850, 900, 1800, 1900 MHz
    • WCDMA: 1/2/4/5/8
    • LTE: 1/3/4/7/17/38/40

Puh, das hat gedauert – viel mehr kann man, Stand heute, nicht in ein Smartphone einbauen. Beeindruckend!

Performance

Hier möchte ich gar nicht viele Worte verlieren, es gibt genug Benchmarks im Web: es ruckelt nichts, es stockt nichts – alles wie erwartet, bei dieser Hardware in Verbindung mit CyanogenMod!

Der Akku

3100 mAh – das ist einer der stärksten Akkus, die aktuell in Smartphones verbaut werden. Entsprechend lange beliefert er die Hardware und – vor allem – das 5,5″ Display mit Strom. Das mitgelieferte Ladegerät benötigt bei mir rund 2 Stunden um dem Akku neuen Leben einzuhauchen.Dank CyanogenMod ist es auch kein Problem, wenn man es denn braucht, noch weitere Energiesparoptionen einzuschalten. Mich kümmert’s nicht, mein Handy kommt sowieso jeden Abend an die Steckdose.09

Fazit

Kostet das OnePlus One wirklich nur 299€? Ja! Man kann es kaum glauben – man erwartet ein klappriges Gerät, dem man die gute Hardware eingeimpft hat; beim One stimmt aber fast alles. CyanogenMod 11S hat noch einige Schwierigkeiten und Bugs, genau wie das junge Startup noch Probleme bei der Logistik hat. Hält man das Gerät aber, nach einer Odysee, endlich in den Händen, möchte man es nicht mehr hergeben.

Wer Android absolut nicht mag, sollte auch die Finger vom One lassen und sich ein iPhone oder Windows Phone kaufen. Dafür kann das Gerät aber nichts und sicher gibt es in Zukunft die Möglichkeit, Windows oder Linux auf dem Teil zu installieren – vielleicht gibt’s für mich dann CrunchBang auf dem Handy…

3 Gedanken zu “OnePlus One – Chucky, der Flagship-Killer?

  1. Glückwunsch! Sehr gute Rezension auf das Wesentliche gebracht. Haben wollen! Du hast nicht zufällig auch noch ein invite rumfliegen, dass ich haben könnte ;-)

    Übrigens auf der Startseite ist Dein Gesicht under the fold, wahrscheinlich weil der WP-Header mal wieder zu groß ist. Ich denke Dein Foto sollte schon above the fold sein, ansonsten ein schöner Auftritt, nur vermisst Du nicht den schwarzen Bildschirm mit der grünen Schrift ,-)! Gruß LM

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