Migration: OpenVZ zu LXC

Quelle: Linux Containers

Ich habe aktuell noch zwei Kunden, deren Systeme auf der OpenVZ-Virtualisierung aufbauen. Prinzipiell ist die Nutzung von OpenVZ auch kein Problem, dennoch gibt es hier und da ein paar Problemchen und Einschränkungen, die nicht mehr dem heutigen Stand der Technik entsprechen.

Nachdem ich inzwischen bereits zwei Migrationen von OpenVZ zu LXC hinter mir habe, möchte ich kurz erläutern, wie man den Wechsel am Besten durchführt.

Die von mir bevorzugte Virtualisierungslösung ist noch immer Proxmox. Zum größten Teil nutze ich nicht die von Proxmox angebotenen LXC-Container, sondern einfache KVM-Maschinen. Betreibt man allerdings ausschließlich virtualisierte Linux-Systeme, bietet sich natürlich die direkte Nutzung von LXC als Lösung an.

Die Migration von OpenVZ zu LXC ist eigentlich ganz einfach, dennoch sollte man immer ein funktionsfähiges Backup haben und darüber nachdenken, was man gerade tippt…

Vorbereitung

Der Einfachheit halber spreche ich in diesem Artikel von zwei eigenständigen Virtualisierungsnodes: vz1 und lxc1 und setze voraus, dass die Hosts bereits korrekt konfiguriert sind.

Wir starten auf beiden Hosts eine SSH-Session und wechseln auf den Host vz1. Auf diesem Host fahren wir den zu migrierenden Container (hier: 100) herunter und erstellen ein Backup des Systems:

Nachdem das Backup durchgeführt wurde, kopieren wir das Archiv auf den neuen Host lxc1:

Migration

Die eigentliche Migration starten wir nun auf dem Host lxc1.

Hier nutzen wir das Tool pct, um das von vzdump erstellte Backup zurückzuspielen:

Möchten wir ein anderes Storage als „local“ nutzen, muss dieses für Proxmox konfiguriert sein. Wir hängen dann einfach den Parameter -storage an:

Der Restore wird ein wenig dauern, aber auch irgendwann abgeschlossen sein. Der migrierte Container sollte jetzt schon starten, ihm fehlt allerdings noch das Netzwerk-Device. Das fehlende Device kann man entweder über die Proxmox WebGUI anlegen oder via Bash:

Natürlich müssen hier die IP-Adressen und Device-Namen angepasst werden. Nun kann man den Container starten

und man sollte den Container betreten können

Die LXC-Container lassen sich natürlich auch über die Proxmox WebGUI managen, gerade beim ersten Start nach der Migration greife ich aber sehr gerne auf die Kommandozeile zurück, um etwaige Fehler direkt sehen und beheben zu können.

Nacharbeiten

Sofern sich die Netzwerkkonfiguration des Containers nicht geändert hat, sind keine Nacharbeiten nötig. Sollte der Container z.B. eine neue IP-Adresse bekommen haben, muss diese natürlich auch im Container abgeändert werden, sofern sie statisch konfiguriert ist. Hier auf jede Nacharbeit einzugehen ist aber zu spezifisch und sprengt den Rahmen dieses Blogs.

Natürlich übernehme ich gerne die Migration Ihrer OpenVZ-Container auf ein zukunftsfähiges System – sprechen Sie mich einfach an.

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