Mein Wechsel zur Telekom

Telekom-Zentralgebäude
Quelle: Telekom

Nach meiner Leidensgeschichte mit Vodafone/Kabel Deutschland möchte ich heute mal eine Lanze für die Telekom brechen.

Ich bin schon immer fest der Überzeugung, dass das regelmäßige Bashing des rosa Riesen im IT-Bereich etwas übertrieben ist – natürlich baut die Telekom auch mal Mist, denn wo gehobelt wird fallen nun mal Späne, allerdings geht der Kundenservice mit den Probleme viel besser um, als der Service anderer Provider.

Am 22.12.2016, direkt nachdem Vodafone mir die Leitung „aus Kulanz“ gekappt hatte, war ich auf dem Weg zu nächstgelegenen T-Punkt, um mich um einen neuen DSL-Anschluss zu bemühen. Die Dame am Schalter war sehr hilfsbereit und über das Verhalten ihres Mitbewerbers genauso verwundert wie ich. Auch deshalb hat sie sich alle Mühe gegeben, mir einen schnellstmöglichen Schaltungstermin zu organisieren und terminierte ihn auf den 29. Dezember 2016, direkt aber mit der Anmerkung, dass das wohl nichts werden wird – ein Versuch wäre es dennoch wert.

Meine Erfahrungen mit der Telekom bestätigten den zu knappen Termin, gerade auch zwischen den Jahren, und so erhielt ich meine Auftragsbestätigung mit avisierter Schaltung zum 17. Januar 2017VDSL50 sollte es geben, denn VDSL100 war leider (noch) nicht bei mir verfügbar. Stabiles VDSL50 ist aber noch immer viel, viel besser für mich, als eine völlig instabile Kabel Deutschland-Leitung.

Genau eine Woche vor dem geplanten Termin erhielt ich ein großes Paket mit der Hardware – dem Speedport W724V, dem Media Receiver 400 und meinen Zugangsdaten. Freudig verkabelte ich meine Wohnung, denn die alte Kabel-Fritzbox hilft mir ja nun nicht mehr wirklich weiter… und wartete auf den 17. Januar, der Techniker sollte zwischen 12:00 Uhr und 19:00 Uhr bei mir auftauchen, versprach mir die Auftragsbestätigung.

Die letzte Woche nur via Tethering und LTE ging ins Land und der lange herbeigesehnte Dienstag rückte immer näher. Pünktlich um 12:00 Uhr war ich zuhause und wartete auf den rosa Techniker, der mir meine DSL-Leitung schalten sollte – und er kam! Gegen 15:00 Uhr klingelte es an meiner Haustür, ein sehr netter Mann mit Praktikanten im Schlepptau wollte in meine Wohnung und in den Keller des Mehrfamilienhauses, um meine Leitung scharf zu schalten. Keine 30 Minuten später verzeichnete mein Speedport eine Synchronisation mit der Gegenstelle und zeigte mir im Konfigurationspanel einen Downstream von 51385 kbit/s an – optimal!

Sofort funktionierte der Anschluss, ohne Probleme zu verursachen und so konnte ich den Techniker guten Gewissens zum nächsten Kunden entlassen, der sicher an dem Tag noch auf seiner Liste stand.

Natürlich möchte ich auch ein wenig Kritik an der Telekom üben, denn der Speedport W724V glänzt nicht gerade mit Konfigurationsoptionen. Der Mangel an Optionen ist sicher der „DAU-Freundlichkeit“ und Wartbarkeit seitens der Telekom geschuldet, dennoch wäre es schön, könnte man so grundlegende Einstellungen wie z.B. die zu nutzenden DNS-Server sofort und ohne Umwege über „anderer Provider“ umstellen.

Sicher, es ist nicht alles perfekt bei der Telekom, doch bei welchem Anbieter ist es das schon. Meine Erfahrungen mit der Telekom sind allerdings fast durchweg positiv und wenn es bei euch mal haken sollte, wendet euch einfach direkt an den Telekom-Hilft-Support – der ist via Twitter, via Facebook und in ihrem hauseigenen Forum erreichbar. Erfahrungsgemäß passieren Änderungen und Problemlösungen hier wesentlich schneller und unkomplizierter als via Hotline – so war zum Beispiel die Buchung meines MagentaEINS-Vorteils innerhalb von rund 10 Minuten via Twitter erledigt, ohne das ich irgendwas tun musste, außer Bescheid zu geben.

2 Kommentare zu „Mein Wechsel zur Telekom

  1. Hallo Dominic,

    ja die Speedports sind ähm Schr… Aber es gibt ja genügend Alternativen. Für einfach Haushalte tut es sicherlich eine FritzBox. Für professionelle Benutzer empfehle ich immer Draytek Geräte. Vielleicht wäre das mal eine Option was du dir anschauen solltest.

    Ansonsten geb ich dir recht. Und auch hier im ländlichen Raum sind vor allem Reseller nix…

    • Stimmt, ich werde auf Dauer auch wieder auf ein Draytek umsteigen, wie ich es vor einiger Zeit in der alten Wohnung schon hatte – vielleicht lasse ich auch eine PFSense das ganze erledigen… mal sehen.

Schreibe einen Kommentar