Hetzner Storage-Box als Proxmox-Storage nutzen

Ich nutze ja, wir man an den Tutorials hier merkt, ganz gerne die Hetzner-Server in Verbindung mit Proxmox.

Leider ging mir auf einer meiner Maschinen langsam der Speicherplatz aus, weshalb ich mir Gedanken darüber gemacht habe, wie ich das Problem am einfachsten löse, ohne einen neuen Server oder das – allseits unbeliebte – Flexi-Pack zu buchen.

Das einzige Produkt, dass günstigen Speicherplatz im Hetzner-Produktportfolio bietet, ist die Storage Box. Der Preis ist unschlagbar und eine Mindestvertragslaufzeit gibt es auch nicht – also hab ich den Versuch gewagt und die virtuellen Disks von zwei virtuellen KVM-Maschinen auf die Storage Box ausgelagert.

Einbinden der Storage Box ins System

Leider unterstützt die Storage-Box kein NFS, weshalb ich die Box per Samba/CIFS eingebunden habe. In der /etc/fstab fügt man also folgende Zeile ein:

Die Datei /etc/storage-credentials.txt muss dann noch mit den Zugangsdaten gefüttert werden – nach diesem Schema:

Sobald man den Ordner /mnt/storage-box erstellt hat, kann man die Box auch schon mit mount einbinden.

Sollte eine Fehlermeldung erscheinen, fehlt wahrscheinlich das Paket cifs-utils, das über den Paketmanager installiert werden kann.

Einbinden der Storage Box in Proxmox

Screenshot: Storage-Konfiguration

Um die Storage Box im Proxmox einzubinden reicht es, unter Datacenter – Storage ein neues Storage mit den gezeigten Werten anzulegen.

Der Wert „Max Backups“ ist in diesem Fall irrelevant, da wir hier keine Backups speichern und das auch unter „Content“ nicht ausgewählt wurde. Nach der Einbindung sollte es möglich sein, die Hard Disks der virtuellen Maschinen auf den neuen Storage zu verschieben und, falls gewünscht, das alte Image direkt zu löschen.

Kleiner Performance-Test

Die Performance der Storage Box ist tatsächlich ein wenig besser als erwartet.

Test auf die Storage-Box:

Test auf eine lokale SSD:

Fazit

Natürlich ist es nicht sinnvoll, virtuelle Maschinen mit viel IO-Operationen auf eine Storage Box auszulagern. Ich habe mich dazu entschieden, zwei meiner Linux-VMs auszulagern: einen Jabber-Server und ein „Management“-Server, die beide sehr wenig IO-Operationen fordern – das läuft sehr gut und mir tut es auch nicht weh, wenn die beiden Maschinen kurzzeitig ausfallen.

Alle anderen Maschinen, wie z.B. mein Monitoring-Server oder der Webserver, laufen natürlich weiterhin direkt auf der SSD des Servers. Trotzdem konnte ich so gut 100GB Speicherplatz freiräumen, die mir sonst an anderer Stelle gefehlt hätten.

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