Debian Stretch & vim

Ich bin leidenschaftlicher Nutzer von vim und kann damit ganz wunderbar arbeiten.

Seit dem Upgrade auf Debian Stretch – und damit auch vim in Version 8 – nervte mich allerdings das neue Standardverhalten von vim unendlich: die Maus wird nun erkannt und auch genutzt, das heißt, man kann Text nicht mehr „richtig“ mit der Maus kopieren und einfügen, sondern muss immer darauf achten, wo der Cursor sich nach dem Klick gerade befindet.

Außerdem wurde das Verhalten eingeführt, dass beim Einfügen von Codeblöcken mit Kommentaren automatisch kommentiert werden. Das resultiert in völlig falschen Kommentarzeichen und Einrückungen, sodass meist der Code überhaupt nicht mehr funktioniert.

Nach langer Suche bin ich dann zu einer Lösung gekommen, die ich auf alle meine Server ausrollen konnte: eine leere ~/.vimrc erstellen. Ja, richtig gelesen – es reicht völlig, einfach eine leere .vimrc in seinem Profilordner zu erstellen, um die Defaults zu überschreiben.

Leider geht damit aber auch z.B. das Syntax Highlighting flöten, sodass meine .vimrc inzwischen so aussieht:

So habe ich einerseits das nervige Verhalten ab- und andererseits das Syntax-Highlighting wieder angeschaltet. So gefällt mir vim wieder… zum Glück.

2 Gedanken zu “Debian Stretch & vim

  1. vim:
    * shift drücken hilft beim Kopieren
    * vimrc vim setzt mouse automatisch auf „a“ – abhilfe: set mouse=““
    * pasten von Blöcken: “ :set paste “ hilft

  2. Irgendwie funktioniert es bei mir mit der leeren .vimrc, bzw. set mouse=““ auch nur dann, wenn ich vi nicht mit sudo starte. Sobald ich sudo benutze greift die .vimrc im $HOME-Verzeichnis nicht mehr.

    Komischerweise funktioniert das aber wie hier beschrieben und von @anno zusätzlich kommentiert auf einem Ubuntu 17.04 (Zesty) System. Die Vim Version und die Einstellungen im PuTTY sind dabei unter beiden Systemen gleich.

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