PHP 7.2 unter Debian 9

PHP wurde Ende letzten Jahres in Version 7.2 veröffentlicht und hat damit einen weiteren Meilenstein hinter sich gebracht. Wer jetzt schon die neuen Funktionen nutzen oder einfach nur aktuell sein will, kann PHP 7.2 unter Debian Stretch ganz einfach nachinstallieren.

Ondřej Surý stellt die aktuellsten Pakete in einem Repository zur Verfügung – man muss also zum Glück nicht selbst kompilieren. Um die Pakete zu nutzen, reichen folgende Schritte aus:

Vor dem eigentlichen Upgrade kann man sich kurz die aktuell installierten PHP-Pakete anschauen (z.B. mit dpkg -l | grep php) und die entsprechenden Pakete mit vorangestelltem php7.2 installieren. Beispiel gefällig?

Diese Paketliste ist mit Sicherheit nicht für alle Systeme gültig, daher gilt wie immer: erst denken, dann abschreiben! Ich habe danach die alten php7.0-Pakete mit apt entfernt.

Tartarus: neues Repository für Debian Stretch

Ich nutze noch immer gerne Tartarus, um Backups von Webservern durchzuführen. In Verbindung mit dem Hetzner Backup-Space funktioniert das Tool einfach sehr problemlos und unkompliziert und ich kann fast immer mein Konfigurationstemplate zur Neueinrichtung benutzen.

Leider wird Tartarus offenbar nicht mehr wirklich gepflegt, wieso auch, funktioniert es doch und basiert sowieso auf den üblichen Verdächtigen (tar zum Beispiel). Seit Debian Stretch ist es leider nicht mehr möglich, einfach das Tartarus-Repository in die Apt-Listen einzubinden, weil der Key abgelaufen ist – ein manuelles Herunterladen des Pakets funktioniert zwar, ist aber nicht ganz so schön finde ich.

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nginx, Let’s Encrypt und iOS

iOS-SSL-ErrorGestern kontaktierte mich einer meiner Kunden, weil nach der SSL-Umstellung einer Website diese Seite nicht mehr mit iOS-Geräten aufrufbar war.

Zwar konnte ich das Problem auf meinem iPhone und iPad mit aktuellsten iOS nachstellen, allerdings nicht in Desktop-Browsern (auch nicht dem Safari) oder mit Hilfe des Qualys SSL-Test.

Das Zertifikat war zwar frisch ausgestellt worden, dennoch funktionierte es ja in Desktop-Browsern und auch im SSL-Test problemlos, weshalb ich das Fehlerbild erstmal auf iOS geschoben hatte.

Andere Maschinen, die auch mit nginx und Let’s Encrypt-Zertifikaten betrieben werden, waren problemlos zu erreichen, nur auf diesem Server erhielt ich die Fehlermeldung, die auch im Screenshot zu sehen ist:

Safari kann die Seite nicht öffnen, da die Netzwerkverbindung unterbrochen wurde.

Sehr, sehr seltsam… Mister Google hat mich aber gerettet, nachdem ich wirklich keine Ahnung mehr hatte, was ich tun sollte. Hier ist das Problem auch beschrieben und die Lösung wird gleich mitgeliefert:

muss in die nginx-Konfiguration eingetragen werden (der Wert kann natürlich angepasst werden), nginx reloaden und – tada – auch iOS kann die Seiten nun aufrufen, yay!

Hetzner & Proxmox: Netzwerkkonfiguration

proxmox_logo_standard_hex_400pxWie bereits bekannt, nutze ich für mich und meine Kunden ein Proxmox-Setup auf Servern des deutschen Hosters Hetzner. Der Wiki-Artikel zur Proxmox-Konfiguration ist leider offenbar nicht wirklich aktuell oder einfach zu verstehen…

Oft wurde die Bitte unter meinen Lesern laut, dass ich doch mal die grundlegende Netzwerkkonfiguration in einen Artikel gießen soll: gesagt, getan – hier ist der Artikel!

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Debian Stretch & vim

Ich bin leidenschaftlicher Nutzer von vim und kann damit ganz wunderbar arbeiten.

Seit dem Upgrade auf Debian Stretch – und damit auch vim in Version 8 – nervte mich allerdings das neue Standardverhalten von vim unendlich: die Maus wird nun erkannt und auch genutzt, das heißt, man kann Text nicht mehr „richtig“ mit der Maus kopieren und einfügen, sondern muss immer darauf achten, wo der Cursor sich nach dem Klick gerade befindet.

Außerdem wurde das Verhalten eingeführt, dass beim Einfügen von Codeblöcken mit Kommentaren automatisch kommentiert werden. Das resultiert in völlig falschen Kommentarzeichen und Einrückungen, sodass meist der Code überhaupt nicht mehr funktioniert.

Nach langer Suche bin ich dann zu einer Lösung gekommen, die ich auf alle meine Server ausrollen konnte: eine leere ~/.vimrc erstellen. Ja, richtig gelesen – es reicht völlig, einfach eine leere .vimrc in seinem Profilordner zu erstellen, um die Defaults zu überschreiben.

Leider geht damit aber auch z.B. das Syntax Highlighting flöten, sodass meine .vimrc inzwischen so aussieht:

So habe ich einerseits das nervige Verhalten ab- und andererseits das Syntax-Highlighting wieder angeschaltet. So gefällt mir vim wieder… zum Glück.