Breitbandausbau 2014

Quelle: Telekom

Im Oktober 2013 war die Freude groß, denn meine Verbandsgemeinde teilte mir mit, dass der Breitbandausbau in KW46 des Jahres 2013 in Betrieb gehen wird. Ich nutzte das Sonderkündigungsrecht, das mein alter DSL-Anbieter mir eingeräumt hat und wechselte sofort zur Telekom, um als einer der ersten Bewohner das neue VDSL zu erhalten – man muss sehen, wo man bleibt. So war zumindest der Plan – was jetzt folgt klingt nach einer Slapstick-Komödie, welche nur der rosa Riese bewerkstelligen kann.

Beginnen wir am Anfang: im Oktober erhielt ich, wie jeden Donnerstag, das Mittelungsblatt der Verbandsgemeinde Rüdesheim. Ich habe es quasi schon weggeworfen, wie immer, als ich auf der Titelseite eine große Anzeige las. Darin war unter anderem zu lesen, dass ab Kalenderwoche 46 des Jahres 2013 die neuen VDSL-Anschlüsse buchbar sind. „Juhu! Schnelles Internet!“, war mein erster, naheliegender Gedanke. Am nächsten Morgen kündigte ich meinen alten DSL-Vertrag und unterzeichnete Anfang November den neuen Call & Surf beim rosa Anbieter.

Nun, so ging die Zeit ins Land – natürlich mit täglichen Checks nach der Verfügbarkeit von VDSL an meiner Adresse. Eines Tages, rund 2 Wochen nach KW46, war plötzlich die Nahestraße vollversorgt und VDSL50 buchbar. Leider hatte sich aber an meiner Adresse nichts geändert. Ich schrieb eine kurze Mail an den „DSL-Beauftragten“ meiner Gemeinde, der mir auch flott antwortete, dass die Soonstraße, in der ich wohne, noch ein wenig länger dauert (man bedenke: die Telekom war schon 2 Wochen über dem selbst genannten Termin).

So ging wieder Zeit ins Land, bis dann Anfang Dezember ein Bautrupp am Straßenende anrückte, Glasfaser einzog und einige Tage später das Multifunktionsgehäuse aufstellte. Zwischenzeitlich war ich eine Woche auf Teneriffa, kam zurück mit der Hoffnung, die Arbeiten seien beendet – waren sie auch! Verfügbarkeitscheck: DSL 6000. Mist, noch immer nicht verfügbar!

Und wieder ging Zeit ins Land (ich wiederhole mich), in der sich nichts tat. Eines Tages rückte wieder der Bautrupp an (Anfang Januar) und öffnete den gerade geschlossenen Gehweg. Wieso? Ich habe keine Ahnung. Vielleicht wurde der Stromanschluss vergessen… Vor zwei Wochen dann die „Erlösung“: ein Telekom-Techniker verbrachte einen ganzen Arbeitstag (Techniker-Arbeitstag, wohlgemerkt: von 10 bis 15 Uhr) damit, den DSLAM mit Technik und Kabeln zu bestücken.

Zwischenzeitlich waren erneut 2 selbstgesetzte Fertigstellungstermine der Telekom verstrichen. Meinem Ansprechpartner bei der Gemeinde war es sichtlich peinlich, mich schon wieder enttäuschen zu müssen und er vertröstete mich auf die letzte Woche im Januar – diesen Termin hatte die Telekom genannt für die Einpflegung des DSLAMs in die Buchungssysteme. Das wäre ein super Geburtstagsgeschenk gewesen – wenn die Telekom diesen Termin denn eingehalten hätte. Wieder verstrich der, mittlerweile fünfte, selbstgenannte Termin der Telekom ohne Buchbarkeit.

Gestern hakte ich dann ein weiteres Mal beim DSL-Beauftragten nach und bekam folgendes als Antwort:

Die Montage unsererseits ist abgeschlossen.

Sobald der DSLAM in unseren IV-Anwendungen dokumentiert ist, werden die Anschlüsse buchbar sein. Dies sollte bis Ende der 08. KW erfolgt sein.

Diese Nachricht kommt natürlich nicht vom DSL-Beauftragten, sondern von der Telekom selbst. Sie setzt sich also nun einen weiteren, sechsten, Termin, den sie wahrscheinlich nicht einhalten kann.

Dieser Artikel soll kein Shitstorm sein, sondern einfach mal aufzeigen, welche Peinlichkeiten die Telekom sich selbst auferlegt. Es ist kein Problem, wenn ein solcher Ausbau länger dauert, als geplant. Es ist, in meinen Augen, aber peinlich, immer wieder Termine zu kommunizieren und nicht einhalten zu können. Das darf einmal passieren, aber nicht fünf Mal!

Keep going, Telekom, keep going… irgendwann klappt’s!

2 Gedanken zu “Breitbandausbau 2014

  1. hi, ich mach das Spiel seit Juni mit.
    Heute soll laut mündlicher Aussage einer Dame aus dem Telekom laden in BK der Schalttermin sein. Da ich bisher keine Post mit einer Bestätigung oder evtl. sogar Zugangsdaten erhalten habe gehe ich davon aus das dieser 6. Termin auch wieder unkommentiert verstreicht.
    Ich habe 6 mal den Anbieterwechselantrag an die Telekom geschickt und nix ist bisher passiert.
    Irgendwo in Bonn hockt sicher so ein gelangweilter „Beamter“ und lacht sich über uns Landeier kaputt.
    Hoffentlich gehen noch viele Leute meinen weg, nämlich weg von der Telekom.

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